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Landsäugetiere

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Landsäugetiere weisen eine außergewöhnliche sensorische Vielfalt auf, die an ihre Nischen angepasst ist. Fleischfresser (Hunde, Katzen) verfügen über extrem entwickelte Geruchssysteme: Der Hund verfügt über etwa 300 Millionen Geruchsrezeptoren (gegenüber 6 Millionen beim Menschen) und etwa 1200 Arten von ORs, wodurch er Konzentrationen von 10¹ M erkennen kann (eine Milliarde Mal empfindlicher als der Mensch für einige Moleküle).

Die Vibrissen (Schnurrhaare) von Nagetieren und Fleischfressern sind hochpräzise Tastsysteme. Als Euler-Bernoulli-Balken hängt ihre Flexibilität = FL³/(3EI) stark von L und d ab: Lange, dünne Whisker reagieren sehr empfindlich auf kleine Kräfte. Vibrissa-Follikel haben die größte Innervation aller taktilen Strukturen: etwa 100200 Axone pro Vibrisse. Der Vibrissa-Cortex (Fasscortex) der Ratte weist mit jeder Vibrisse eine 1:1-somatotopische Darstellung auf.

Die Nachtsichtfunktion von Fleischfressern nutzt das Tapetum lucidum (reflektierende Schicht hinter der Netzhaut), um Photonen eine zweite Chance zur Absorption zu geben, wodurch die Empfindlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen effektiv verdoppelt wird. Der Reflexionskoeffizient r_tapetum 0,60,9 erhöht die Empfindlichkeit um das 1,61,9fache. Der Preis hierfür ist der Verlust der räumlichen Auflösung (zwei Photonen desselben Objekts können aus unterschiedlichen Winkeln eintreffen).

Nagetiere kommunizieren intensiv über Ultraschalllaute (USVs, 2280 kHz), die für Menschen unhörbar sind und beim Balzen, Spielen und in Stresssituationen verwendet werden. Die Jungtiere rufen bei der Trennung USVs zur Mutter. Das Gehörsystem von Nagetieren ist speziell an diese Frequenzen angepasst: Die Basilarmembran und die Haarzellen sind für 1080 kHz optimiert.

Besonders hervorzuheben sind die Vibrissen von Robben und Walrossen (Wassersäugetiere mit hochentwickelten Vibrissen): Ihre wellenförmigen Vibrissen wirken als Filter, die die mit der Bewegung verbundenen Turbulenzen (Eigenbewegung) unterdrücken, aber Störungen im hydrodynamischen Kielwasser der Beute verstärken, sodass sie dem Kielwasser der Fische in Entfernungen von bis zu 35 m mit einer Verzögerung von 30 Sekunden folgen können.

>Modell

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Modellstruktur

Beschreibung

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gphysics.net - Dr. Willy H. Gerber
Palos Verdes, Costa de Corral, Región de los Rios, Chile