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Produktive Sektoren Produktionsnetzwerkknoten

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Die produktiven Sektoren sind die Knotenpunkte des intersektoralen Produktionsnetzwerks: Jeder Sektor i produziert eine Ware oder Dienstleistung unter Verwendung von Inputs aus anderen Sektoren j (technische Beziehungen von Leontief) und Primärfaktoren (Arbeit und Kapital). Die Struktur dieser intersektoralen Beziehungen kodiert in der Matrix technischer Koeffizienten A, wobei a_{ij} die Menge an Gut i ist, die zur Produktion einer Einheit von Gut j erforderlich ist bestimmt die Interdependenzarchitektur der Wirtschaft: Welche Sektoren sind upstream (liefern Inputs für viele), welche Sektoren sind downstream (abhängig von vielen Lieferanten) und welche sind die zentralen Knoten, deren Störung Schocks im gesamten Netzwerk ausbreitet.

Die Leontief-Analyse der Input-Output-Tabelle (Input-Output-Analyse, Leontief 1941) ermöglicht die Berechnung des Gesamtproduktionsmultiplikators: Die inverse Leontief-Matrix (I-A)^{-1} gibt den gesamten (direkten und indirekten) Produktionsbedarf des Sektors j an, der zur Befriedigung einer Einheit der Endnachfrage des Sektors i erforderlich ist. Die Spalten von (I-A)^{-1} sind die Beschäftigungs- und Einkommensmultiplikatoren jedes Sektors und ermöglichen die Berechnung der Gesamtauswirkungen eines endgültigen Nachfrageschocks auf die Gesamtproduktion.

Aus Sicht der Wirtschaftsphysik ist das intersektorale Produktionsnetzwerk ein gewichteter gerichteter Graph, dessen topologische Eigenschaften wirtschaftliche Auswirkungen haben: Sektoren mit hoher Zwischenzentralität sind kritische Knoten, deren Störung gleichzeitig Kaskaden von Engpässen in mehreren Wertschöpfungsketten erzeugt. Die Verteilung der Kantengewichte (Intersektorintensitäten aj) folgt typischerweise einem exponentiellen Scherkraftgesetz, was darauf hinweist, dass das Produktionsnetzwerk skalenfreie Netzwerkeigenschaften mit Sättigung aufweist. Das erwartete Verhalten besteht darin, dass Endnachfrageschocks im gesamten sektorübergreifenden Netzwerk um einen Faktor (I-A)^{-1} > I verstärkt werden und dass Schocks in sehr zentralen Sektoren (Energie, Transport, Fertigung) deutlich größere systemische Multiplikatoren haben als Schocks in peripheren Sektoren.

>Modell

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gphysics.net - Dr. Willy H. Gerber
Palos Verdes, Costa de Corral, Chile