Chemische Diagnose
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Die chemische Diagnose bewertet den Zustand des oralen chemischen Gleichgewichts: pH-Wert, Pufferkapazität des Speichels, Konzentration von Mineralionen (Ca², PO³, F), Sättigungsgrad in Bezug auf Hydroxylapatit (DS), enzymatische Aktivität des Biofilms und biochemische Entzündungsmarker. Der pH-Wert im Speichel wird mit Glasmikroelektroden oder pH-Streifen gemessen; in normaler Ruhe beträgt er 6,77,4; während einer kariogenen Episode fällt er unter 5,5. Die Pufferkapazität () wird durch Säuretitration des Speichels bestimmt: Salzsäure wird zugegeben und die pH-Wert-Schwankung gemessen. Der Sättigungsgrad (DS = IAP/Ksp) gibt an, ob der Speichel remineralisierend oder demineralisierend wirkt. Die Analyse der Zahnfleischspaltflüssigkeit (GCF) quantifiziert Marker parodontaler Entzündungen (IL-1, PGE, MMP). Raman-Spektroskopie ermöglicht es, die mineralische Zusammensetzung des Zahnschmelzes in situ zu identifizieren und Veränderungen im mineralischen/organischen Verhältnis zu erkennen. Messgrößen: pH, [Ca²], [PO³], [F], , GCF. Ermittelte Werte: DS, pH_krit, kariogenes Risiko, parodontaler Entzündungsindex.
ID:('ky', 274)
Palos Verdes, Costa de Corral, Chile
