D9 Magnetenzephalographie (MEG)
Title
MEG zeichnet das Magnetfeld auf, das von denselben intrazellulären Dipolarströmen erzeugt wird, die das EEG-Signal erzeugen (direkte Erweiterung von D01). Da das Magnetfeld jedoch nicht durch die heterogene Leitfähigkeit von Schädel und Kopfhaut verzerrt wird, ermöglicht es eine genauere Lokalisierung von Quellen, mit besonderer Empfindlichkeit für Quellen, die tangential zum Sensor ausgerichtet sind. Die Rekonstruktion der kortikalen Aktivität aus dem aufgezeichneten Magnetfeld erfolgt typischerweise mithilfe räumlicher Filtertechniken (Beamforming), die an jedem Punkt im Raum die optimale Kombination von Sensoren schätzen, die die Varianz unerwünschter Quellen minimiert, ohne die interessierende Quelle zu verzerren. MEG kombiniert eine sehr hohe zeitliche Auflösung, die nur durch die Abtastrate begrenzt ist, mit Spektral- und Phasenkonnektivitätsanalysen (direkte Erweiterung der Kohärenz und Synchronisation von E09), analog zu denen des EEG, jedoch mit besserer räumlicher Auflösung.
ID:4305
