D5 Elektromyographie (EMG) und Nervenleitungsgeschwindigkeit
Title
Elektromyographie- und Nervenleitungsstudien bewerten direkt die funktionelle Integrität des peripheren Nervensystems und der neuromuskulären Verbindung und erweitern die Modelle der axonalen Ausbreitung von E3 und des Verlusts motorischer Einheiten von A10 auf den diagnostischen Bereich. Das zusammengesetzte Muskelaktionspotential (CMAP) ergibt sich aus der synchronen Summe der Aktionspotentiale einzelner motorischer Einheiten und seine Amplitude ist proportional zur Anzahl funktionsfähiger motorischer Axone, während die Nervenleitungsgeschwindigkeit direkt aus der Latenzdifferenz zwischen zwei Stimulationspunkten berechnet wird, sofortige klinische Anwendung der in E3 definierten Ausbreitungsgeschwindigkeit. Die F-Welle bewertet die proximale Leitung zum Rückenmark und der Amplitudenabfall zwischen distaler und proximaler Stimulation quantifiziert den Grad der Leitungsblockade (in Anlehnung an das A4-Blockkriterium). Im Nadel-EMG geben das Muster der Rekrutierung motorischer Einheiten und das Vorhandensein pathologischer Spontanaktivität (Fibrillationen) direkt Aufschluss über den Grad der Denervierung und stehen im Zusammenhang mit dem ALS-Modell (A10).
ID:4301
