E5 Elektrische synaptische Übertragung (Gap Junctions)
Title
Gap Junctions bilden direkte interzelluläre Kanäle (Verbindungen), die den passiven Fluss von Ionenstrom zwischen zwei elektrisch gekoppelten Neuronen ermöglichen, ohne chemische Vermittlung oder die synaptische Verzögerung von E04. Der Strom, der zwischen den beiden Zellen fließt, ist proportional zur Transjunction-Potenzialdifferenz (Junction-Spannung), und die Gap-Junction-Leitfähigkeit kann fest sein oder von der Junction-Spannung selbst abhängen. In diesem Fall nimmt sie eine Sigmoidform an, die eine Gleichrichtung bewirken kann. Jede gekoppelte Zelle folgt ihrer eigenen Membrangleichung (geerbt von E01), enthält jetzt aber auch den Gap-Junction-Strom als Kopplungsterm, der aufgrund der Ladungserhaltung in jeder Zelle entgegengesetztes Vorzeichen hat. Der Kopplungskoeffizient gibt an, welcher Anteil einer Spannungsstörung in einer Zelle passiv an die Nachbarzelle übertragen wird.
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