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E10 Energiebilanz

Thema

Die Energiebilanz modelliert den Energiefluss bei Bewegung und körperlicher Anstrengung: von den vom Körper verbrauchten Stoffwechselprodukten über die dadurch erzeugte nutzbare mechanische Arbeit bis hin zur dabei entstehenden Wärmeabgabe.

Im ersten Schritt werden die Stoffwechselprodukte verbraucht: Der Körper verbraucht diese Produkte, um die Energie für die körperliche Anstrengung bereitzustellen. Je größer die Anstrengung, desto mehr Stoffwechselprodukte verbraucht er pro Zeiteinheit.

Im zweiten Schritt wird nutzbare mechanische Arbeit geleistet: Ein Teil der durch den Verbrauch von Stoffwechselprodukten freigesetzten Energie wird in nutzbare mechanische Arbeit umgewandelt, also in die tatsächliche Bewegung, die der Körper bei körperlicher Anstrengung erzeugt.

Im dritten Schritt wird Wärme abgegeben: Die durch den Verbrauch von Stoffwechselprodukten freigesetzte Energie, die nicht in nutzbare mechanische Arbeit umgewandelt wird, geht als Wärme verloren. Je größer die Wärmeabgabe im Verhältnis zur nutzbaren mechanischen Arbeit ist, desto ineffizienter ist die Energieumwandlung des Körpers. Aus dieser Umwandlungskette quantifiziert die Energiebilanz drei Größen: den Sauerstoffverbrauch, d. h. wie viel Sauerstoff der Körper benötigt, um Energie aus Stoffwechselprodukten freizusetzen; den Energieverbrauch, d. h. wie viel Gesamtenergie aus diesem Verbrauch an Stoffwechselprodukten freigesetzt wird; und die Effizienz des Bewegungsapparates, d. h. welcher Anteil des Energieverbrauchs in nutzbare mechanische Arbeit umgewandelt wird, anstatt als Wärme verloren zu gehen. Die Quantifizierung von Sauerstoffverbrauch, Energieverbrauch und Effizienz des Bewegungsapparates ermöglicht es der Energiebilanz, therapeutische Übungen präzise zu dosieren: Indem man weiß, wie viel Energie eine Person benötigt, um eine bestimmte körperliche Anstrengung aufrechtzuerhalten, und welcher Anteil dieser Energie effektiv in nutzbare mechanische Arbeit umgewandelt wird, kann die Intensität der therapeutischen Übungen an die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates angepasst werden, ohne mehr Energie zu fordern, als die Energiebilanz aufrechterhalten kann.

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