M5 Werfen/Schlagen
Thema
Dieser Wurf und dieser Schlag dieses Athleten stellen im Allgemeinen zwei unterschiedliche ballistische Bewegungsarten dar, deren Ziel es ist, sowohl die Geschwindigkeit als auch die Endenergie eines Projektils – sei es ein Ball, ein Speer oder ein Schläger – genau im Moment des Abwurfs oder Aufpralls zu maximieren.
Das proximal-distale Transferprinzip beschreibt hingegen, wie sich dieselbe Energie progressiv von jedem proximalen, langsamen und massiven Segment des Athleten, wie Hüfte oder Rumpf, zu jedem distalen, schnellen und leichten Segment, wie Hand oder Schlägerspitze, akkumuliert und so eine peitschenartige kinetische Kette bildet – dieselbe kinetische Kette, die ein weiteres Modell dieses Systems hinsichtlich des Energietransfers etabliert.
Die Erhaltung des Enddrehimpulses dieses Athleten ist für diesen Wurf von entscheidender Bedeutung. Dieselbe Erhaltung des Drehimpulses ist bereits in einem anderen Modell dieses Systems hinsichtlich der Rotationsbewegung nachgewiesen: Die Rotation der Hüfte des Athleten erzeugt einen Anfangsdrehimpuls, der dann auf Schulter, Ellbogen und schließlich Handgelenk übertragen wird.
Die Endgeschwindigkeit des distalen Endes des Athleten kann um ein Vielfaches höher sein als die Geschwindigkeit seines Massenschwerpunkts – derselbe Massenschwerpunkt, der in einem anderen Modell dieses Systems ermittelt wurde. Dies ist genau dem Peitscheneffekt dieser kinetischen Kette zu verdanken, der dieses Modell ermöglichte. Da die kinetische Kette dieses Athleten diese Energie noch effizienter von jedem proximalen Segment auf jedes distale Segment überträgt, ist die Endgeschwindigkeit des distalen Endes folglich noch höher.
Dieses Modell, das die Projektilgeschwindigkeit im Moment des Abwurfs oder Aufpralls maximiert, bedeutet daher, dass bei einem Ballschlag die Endgeschwindigkeit des Balls nach dem Aufprall sowohl vom Restitutionskoeffizienten dieses Aufpralls – demselben Restitutionskoeffizienten, der in einem anderen Modell dieser Reihe ermittelt wurde – als auch vom Massenverhältnis zwischen dem Fuß des Athleten und dem Ball abhängt. Die endgültige Wurfgenauigkeit hängt jedoch sowohl von der Stabilität des Abwurfpunktes als auch vom Abwurfwinkel ab. Dies ergänzt die Maximierung der Anfangsgeschwindigkeit um eine zweite, ebenso notwendige Bedingung für den Wurf.
ID:465
