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S1 Leichtathletik Laufen und Sprint

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Langstrecken- und Sprint-Leichtathletik integrieren die Modi M2 (Laufen) und M3 (Sprint vs. Ausdauer) auf die Elemente E1 (Muskel), E2 (Sehnen), E6 (CM) und E7 (GRF). Das Feder-Masse-Modell beschreibt die Mechanik des Schritts: Das Bein fungiert als lineare Feder, die bei jedem Kontakt elastische Energie ansammelt und wieder abgibt. Beim Sprinten sind die auf den Boden ausgeübte horizontale Kraft und die Kontaktzeit (sehr kurz, ca. 80100 ms bei Höchstgeschwindigkeit) die wichtigsten Leistungsfaktoren. Die maximale Laufgeschwindigkeit (~10,412,4 m/s in Elite) wird durch die zum Kontaktzeitpunkt verfügbare horizontale Kraft begrenzt, nicht durch die Schrittfrequenz. Auf Langstrecken bestimmen Laktatschwelle, Laufökonomie und VOmax die nachhaltige Durchschnittsgeschwindigkeit. Die aerodynamische Leistung steigt mit v³ und ist bei Geschwindigkeiten > 6 m/s relevant. Mithilfe des individuellen Kraft-Geschwindigkeits-Profils (LV-Profiling) können wir erkennen, ob der Sportler durch Kraft (Force-Deficient) oder durch Geschwindigkeit (Velocity-Deficient) eingeschränkt ist, und so ein spezifisches Training steuern.

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gphysics.net - Dr. Willy H. Gerber
Palos Verdes, Costa de Corral, Chile